Schwitzen, Herzrasen, Zittern, Schwindel - Symptome eines niedrigen Zuckerspiegels. Was also tun, wenn man eine Unterzuckerung ohne Diabetes hat.

Die Unterzuckerung und ihre Begleiterscheinungen ist für einen Diabetiker nicht unbekannt. Zittern, Heißhungerattacken und Schwitzen sind aber auch gesunden Menschen geläufig. Im Normalfall sorgt eine gesunde Bauchspeicheldrüse dafür, dass das Hormon Insulin im Gleichgewicht bleibt. Niedrige Glukosewerte im Blut sorgen für die bereits genannten Symptome. Es kann viele Ursachen haben. Dein Körper überkompensiert und reduziert die Blutzuckerwerte sehr stark nach dem Essen. Dem kann man entgegenwirken, in dem man seine Essgewohnheiten ändert und die Ernährung umstellt. So tritt die Glukose in einem langsamen und stetigen Tempo ins Blut. Wir geben Ihnen Informationen, wie Sie ihre Ernährung umstellen oder anpassen sollten.

bedarfsgerechte Energiezufuhr

Als erstes sollten Sie wissen, wie viel Sie essen dürfen. Dafür sollten Sie ihren Energiebedarf kennen. Wie hoch dieser ist, hängt von Alter, Geschlecht und körperlicher Tätigkeit ab. Ihr Körpergewicht ist maßgebend für die richtige Ermittlung der Energiezufuhr. Bei Normalgewicht sollten Sie lediglich mit einer ausgewogenen Ernährung ihr Gewicht halten und bei Übergewicht sollte das Gewicht gesenkt werden. Mit dem Body-Mass-Index (BMI) können sie das Gewicht bewerten. Dieser errechnet sich wie folgt: Körpergewicht: Körpergröße in m². Im Netz werden Sie zahlreiche Seiten finden, die Ihnen die Bewertung erleichtern.

Nehmen Sie komplexe Kohlenhydrate zu sich und vermeiden Sie zuckerhaltige Lebensmittel

Einfach Kohlenhydrate:

Sie sollten verarbeitete Lebensmittel meiden, da diese meistens nur einfache Kohlenhydrate enthalten z. B. in Form von Industriezucker. Softdrinks, Fruchtgetränken, Kekse, Kuchen, Chips oder Süssigkeiten enthalten nur Industriezucker, die einen hohen glykämischen Index haben. Sie lassen den Blutzuckerspiegel rasch steigen und genauso schnell wieder fallen. Sie werden müde und bekommen Heißhungerattacken. Senken Sie ihren Zuckerkonsum, in dem sie z. B. ihre Getränke mit Süßstoffen (Saccharin, Cyclamat, Aspartam usw.) süßen. Süßstoffe sind kohlenhydrat- und kalorienarm.

Komplexe Kohlenhydrate:

Lassen den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen und sorgendafür, dass sie länger satt bleiben und Heißhungerattacken wegfallen. Siesollten Vollkornprodukte essen, anstatt Weißmehlprodukten. Auch Reis, Mais, Kartoffeln,Obst, Bohnen, Linsen, Buchweizen, Erbsen, Quinoa oder Amaranth sind gute Quellen.Sie enthalten wertvolle Vitamine und Mineralstoffe.

Bevorzugen Sie ballaststoffreiche Lebensmittel

Ballaststoffe sind Gerüst- und Stützsubstanzen also unverdauliche Fasern aus pflanzlichen Lebensmitteln, die der Körper nicht verwerten kann. Sie fördern die Verdauung, wirken sättigend und wirken sich positiv auf den Blutzucker.

Ballaststoffreiche Lebensmittel sind: Vollkornprodukte, Getreide wie Dinkel oder Naturreis, Kartoffeln, Rohkost, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst und Nüsse.

Ballaststoffarme Lebensmittel sind: Weißmehlprodukte, Blattsalate, Gurken, Tomaten, Fleischprodukte, Milchprodukte, Süßigkeiten, Fast Food.

Fett vermeiden

Vermeiden sie versteckte Fette, die in Fleisch und verarbeiteten Fleischprodukten, Süßigkeiten, Nüssen usw. enthalten sind. Bevorzugen sie fettarme Lebensmittel und eine fettarme Zubereitung der Gerichte durch Grillen, Braten, Schmoren und Dünsten. Pflanzliche Fette wie Raps-, Oliven-, Walnuss- oder Leinöl haben einen positiven Einfluss auf ihren Blutzuckerspiegel und sollten daher als Kochfett verwendet werden.

Eiweißquellen

Eiweiß steckt in vielen tierischen und pflanzlichen Lebensmittel. Sie sollten aber bei der Auswahl auf magere Eiweißquellen achten, da zu größere Mengen die Nierenfunktion beeinträchtigen können. Sie sollten bei den Mahlzeiten darauf achten, dass die pflanzlichen Eiweiße überweigen.

tierische Eiweißquellen sind: Milchprodukte, Eier, Geflügelund Fisch.

pflanzliche Eiweißquellen sind: Getreide, Gemüse und Hülsenfrüchte.

Trinken Sie ausreichend

Trinken Sie über den Tag verteilt 1,5 l – 2 l Wasser. Auch kalorienfrei und kalorienarme Getränke, wie ungesüßten Tee, ungesüßten Kaffee, Mineralwasser oder Saft ohne Zucker können Sie durch aus in kleineren Mengen zu sich nehmen.

Sie dürfen am Tag auch 1 Glas an alkoholischen Getränkenzu sich nehmen. Aber beachten Sie, dass Alkohol kein Durstlöscher ist, sondern ein Genussmittel.

Sie sollten am besten 3 - 4 Mahlzeiten zu sich nehmen. Darüber hinaus sollten Sie auch körperliche, sportliche Aktivitäten in ihr Alltag einbauen. Sie können Ausdauersport betreiben oder auf eine Schrittzahl von 6.000 bis 10.000 Schritten am Tag kommen.

Wir möchten darauf hinweisen, dass dies nur Informationen für eine Ernährungsumstellung bei einer Unterzuckerung ohne Diabetes ist. Wenn Sie den Verdacht haben an Diabetes oder anderen Erkrankungen zu leiden, sollten Sie sich ärtzlichen Rat einholen und ggf. sich bei einer Ernährungsberatung melden.

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